Über mich

Familie und Herkunft

Im Jahr 1970 erblickte ich im Klinikum von Fulda das Licht der Welt. Meine Eltern, damals wohnhaft im Fuldaer Stadtteil Ziehers-Süd, stammen aus Liebhards (Hilders) und Wallings (Hofbieber), weshalb ich in meiner Kindheit einige Stunden bei der Verwandtschaft in der Rhön verbringen durfte. Ob ich immer freiwillig meine Ferien mit Arbeiten in der Landwirtschaft zur Unterstützung der fleißigen Verwandtschaft verbracht habe? Das sei mal dahin gestellt…Ich bin in jedem Fall auch heute noch gerne zu Besuch.              

   

In 1974 wurde mein Bruder Steffen geboren. Die Dachgeschosswohnung in Ziehers-Süd – unweit der katholischen Kirche von St. Pius, in der ich getauft worden bin – wurde alsbald zu klein. Da mein Vater in der Verwaltung des Städtischen Klinikums tätig war, suchten meine Eltern eine Wohnung in der nahegelegenen und damals noch jungen Gemeinde Künzell.

Im Jahre 1975 wurden sie schließlich am Bachrain fündig. Nach dem Tapetenwechsel in die neue Mietwohnung direkt hinter der Don-Bosco-Schule waren die Wege zum Kindergarten St. Michael, in dem ich die letzten beiden Jahre meiner Kindergartenzeit verbrachte, und zur Grundschule erfreulicherweise sehr kurz. Auch die Sakramente der Erstkommunion und der Firmung empfing ich am Bachrain in der Pfarrei Maria-Hilf und im Jahr 1984 war unsere Familie schließlich mit der Geburt meiner Schwester Pia komplett.

Mit dem Wunsch auf eine größere Wohnung und dem Traum vom eigenen Haus nahmen meine Eltern verschiedene gemeindliche Grundstücke in Augenschein und entschieden sich für einen Bauplatz am Haidberg in Künzell. Der Neubau unseres Einfamilienwohnhauses wurde nach einiger schweißtreibender Eigenleistung – auch durch mich – im Jahr 1985 fertiggestellt. Nach dem Bezug verlebte ich hier meine Jugendzeit. Mein schulischer Werdegang endete in 1989 mit dem Abitur am Freiherr-vom-Stein Gymnasium in Fulda.

Die Gründung meiner eigenen Familie begann mit der Hochzeit im Jahr 1994 in der Kirche von St. Antonius Künzell. Meine Ehefrau Sabine und ich bezogen nach dem Ausbau des Dachgeschosses im elterlichen Wohnhaus am Haidberg dort unsere eigene Wohnung. In den Jahren 1996, 1998 und 2001 wurden unsere drei Kinder Nico, Lisa und Leon geboren. Der Wohnraum war nun sehr beengt und so nutzten wir die Möglichkeit, auf einem Baugrundstück meiner Schwiegereltern in der Waldstraße in Künzell zu bauen. Seit Ende 2002 ist hier unser Zuhause.

Beruf und Qualifikation

Ich gebe zu: Bei der ersten Kandidatur zur Bürgermeisterwahl von Künzell hatte ich leichte Zweifel, ob ich dem Amt gewachsen bin und inwieweit fehlende berufliche Kenntnis innerhalb einer Verwaltung von Nachteil ist. Mittlerweile bin ich mir sicher: Eine bessere berufliche Vorbereitung hätte es kaum geben können!

Das Amt des Bürgermeisters von Künzell erfordert nicht nur die Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten, sondern vor allem sehr große Erfahrungswerte in den Bereichen Mediation, Führung von Mitarbeitern und Vertragswesen gerade beim Grundstücksrecht. Schnelle Einarbeitung in neue Aufgabenfelder, Genauigkeit in der Arbeitsweise, Wissensdurst und eine gute Portion Durchsetzungsvermögen sind wesentliche Eigenschaften, die ein Kandidat in Künzell mitbringen muss. Die Verwaltung ist sehr gut aufgestellt und arbeitet eigenständig. Nur die schwierigen bzw. komplizierten Fälle oder auch die Beschwerden und Unzufriedenheiten landen direkt beim Bürgermeister. Diese Aufgaben sollten zeitnah und zur Zufriedenheit aller erledigt werden. Letztere ist durch gegensätzliche Meinungen meist am schwierigsten zu erreichen und eher unrealistisch. Damit muss man umgehen können. Man kann es leider nicht jedem recht machen…

Die berufliche Vorkenntnis in speziellen Verwaltungsvorgängen ist nach meiner Erfahrung in einer gut aufgestellten Gemeinde wie Künzell nicht unbedingt erforderlich. In kleineren Kommunen muss der Bürgermeister regelmäßig Sachbearbeitungsvorgänge selbst erledigen, dort ist die detailliertere Kenntnis im Umgang mit Verwaltungsvorgängen sehr hilfreich und auch notwendig.

Meine sehr gute berufliche Ausbildung mit internen und externen Seminaren innerhalb meines vorherigen Arbeitsfeldes in einer privaten Großbank hat einen wesentlichen Grundstock für eine gute Vorbereitung auf das Amt des Bürgermeisters gelegt. Die Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Commerzbank Fulda und die fast 25jährige Berufserfahrung bei der HypoVereinsbank Fulda mit den unterschiedlichsten Aufgabenfeldern hauptsächlich im Vertrieb bei Privatkunden, Geschäftskunden, in der Baufinanzierung oder der Filialleitung waren und sind eine sehr gute Grundlage zur Bewältigung der vielfältigen und schwierigen Aufgaben einer Verwaltung. Auch die 2 ½-jährige beruflicher Tätigkeit in Würzburg war für mich persönlich sehr prägend und hat mich weiterentwickelt. Diverse Assessmentcenter und Führungs- bzw. Verkaufsseminare – eine vollwertige Managementausbildung –  haben mich zu dem gemacht, was ich heute bin und kann. Dafür bin ich meinem langjährigen Arbeitgeber HypoVereinsbank mit meinen ehemaligen Chefs und Kollegen/-innen sehr dankbar.

Persönliche Eigenschaften wie eine gute Auffassungsgabe, ein schnelles Leseverständnis und eine gute Kommunikationsfähigkeit sind ebenfalls äußerst wichtig in der Ausübung des Amtes eines Bürgermeisters und diese bringe ich mit. Das konnte ich bereits in den letzten 5 ½ Jahren beweisen.

 

Vereine und Aktivitäten

Das Vereinsleben und das Zusammenkommen mit anderen Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten haben mich schon immer fasziniert und meine offene Grundhaltung gestärkt. Hier ist mir besonders ein Satz meiner Eltern im Ohr geblieben: „Man kann grundsätzlich mit jedem Menschen klarkommen, wenn man ihn annimmt, wie er ist.“

Natürlich waren und sind meine Eltern Unterstützer und Vorbild zugleich, wenn es um die ausdauernde Erfüllung von freiwillig eingegangen Verpflichtungen geht: „Wenn du etwas tust, dann mache es richtig!“, lautet die Devise.

So begann nach der eigenen Erstkommunion in Maria-Hilf neben der Messdiener- auch meine „Gesangskarriere“ im damaligen Kinderchor von Bachrain, dem ich seit 1979 stets treu geblieben bin. In den Kinderjahren musste mich meine ebenfalls sangesfreudige Mutter zwar hin und wieder zum Besuch der Probe motivieren, mit den ersten Solistenrollen wurde die eigene Motivation immer größer und ich war vom Chorgesang endgültig begeistert. Ich freue mich jetzt auch schon wieder auf die nächsten Chorproben nach der Pandemie. Singen ist momentan ein gefährliches Hobby, wer hätte das jemals gedacht.

Ab dem Jahr 1978 begann ich das Fußballspielen in der E-Jugend des TSV Bachrain. Dort blieb ich solange aktiv, bis im Jahr 1985 der Wechsel zum TSV Künzell erfolgte, wo ich noch ein Jahr B-Jugend, ein Jahr A-Jugend und ein Jahr Junioren bzw. 3. Mannschaft spielen konnte. Knieverletzungen verhinderten eine weitere aktive Zeit. Nach langer Pause fand ich in der Bambini-Zeit meines Sohnes Leon wieder stärkeren Bezug zum Fußball und wurde als Betreuer und Trainer der Kindermannschaften in den Jahren 2006 bis 2011 beim TSV Künzell erneut aktives Mitglied.

Mit dem Hutzelfeuer im Jahr 1987 kam ich dank meiner Freunde erstmals näher in Kontakt mit der Freiwilligen Feuerwehr von Künzell. Schnell wurde ich dort nach Erlangung des Grundlehrganges im Jahr 1988 Jugendgruppenleiter, Mitglied des Festausschusses und kurz darauf 2. Vorsitzender des Vereines. In diesem Vorstand war ich bis 2013 insgesamt über 20 Jahre tätig. Bis heute bin ich aktives Mitglied der Einsatzabteilung von Künzell-Bachrain, wobei die Anwesenheit bei den Übungen und Einsätzen derzeit etwas zu wünschen übriglässt – mea culpa! Der umfassende Einblick in das Feuerwehrwesen hilft mir in der Ausübung meines Amtes.

Ebenfalls im Jahr 1987 tanzte ich zum ersten Mal selbst beim Dreireihentanz der Kirmes Künzell mit. Bis 1992 fand keine Kirmes in Künzell ohne mich statt. In den Jahren 1991 und 1992 agierte ich sogar als Ploatzknecht. Ausrichter und Erhalter der Tradition war damals der Rhönklub von Künzell, bei dem ich seit über 25 Jahren passives Mitglied bin. Erst später gründete sich ein Kirmesverein, in dem nun meine Kinder aktiv mitwirken.

Nachdem ich meine Frau mit karnevalistischem Blut kennenlernte, ergaben sich die ersten Berührungspunkte mit dem Geselligkeitsverein von Künzell. Dort bin ich mittlerweile seit ebenfalls über 25 Jahren passives Mitglied. Aktiv eingestiegen in das Karnevalstreiben bin ich mit der Gruppe „Krüschbiddel“, einer Abordnung des ehemaligen Männerchores des Liederkranz Künzell, welche im Jahr 1993 gegründet wurde und ca. 10 Jahre auf den Bühnen in und um Künzell zu finden war. Seitdem stand ich hin und wieder auch selbst als Aktiver bei den Fremdensitzungen auf der Bühne des GVK. Unsere komplette Familie ist mittlerweile sehr aktiv in das Vereinsleben eingebunden.

Neben dem oben genannten Vereinsgeschehen blicke ich auf weitere Aktivitäten zurück, die mich persönlich in meiner Entwicklung gefördert haben:

So möchte ich mein Engagement in der Kirchengemeinde St. Antonius in Künzell nennen. Mit dem Eintritt in die Schola im Jahr 1997 begann mein Mitwirken in der musikalischen Gestaltung diverser Gottesdienste. Eine Periode war ich darüber hinaus gewähltes Mitglied im Verwaltungsrat unserer Kirchengemeinde (2006 – 2011). Im Familienkreis St. Bonifatius treffen wir uns außerdem regelmäßig mit 7 Familien zu unterschiedlichen Anlässen.

Im beruflichen Bereich gehörte ich dem ehrenamtlichen Prüfungsausschuss der IHK für Bankkaufleute von 2004 bis 2014 an. Nach der Ernennung zum Filialleiter bei der HypoVereinsbank Fulda suchte ich den Kontakt zu den Wirtschaftsjunioren der IHK Fulda und besuchte von 2005 bis 2011 regelmäßig die dort angebotenen Veranstaltungen.

Doch kommen wir nun zu den für das Amt des Bürgermeisters wichtigen Aktivitäten und Erfahrungen in der Kommunalpolitik: Ab dem Jahr 2001 bin ich nach Werbung durch den damaligen Bürgermeister Herrmann Brück aktiv in die Gemeindepolitik eingestiegen und zur Überraschung vieler direkt zum Gemeindevertreter gewählt worden. Neben der Mitgliedschaft im Bau-, Umwelt- und Siedlungsausschuss in der 1. Wahlperiode übernahm ich später auch Verantwortung in der Partei. Nach einer Zeit als 1. Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Künzell-Bachrain wurde ich im Jahr 2013 zum 1. Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Künzell gewählt. Vor der letzten Bürgermeisterwahl bin ich nach 14 Jahren zwangsläufig aus der Partei ausgetreten und habe die parteilose Ausübung des Bürgermeisteramtes rückblickend als sehr zielführend kennengelernt.

Verpflichtet fühle ich mich ausschließlich meinen Wählerinnen und Wählern. Abhängigkeiten zu einzelnen Gruppen bzw. Parteien bestehen nicht. Auf alle Parteien zuzugehen und in Einzelfällen Kompromisse einzugehen, ist für sinnvolle, mehrheitsfähige Beschlüsse dennoch notwendig.