Vereine und Aktivitäten

Das Vereinsleben und das Zusammenkommen mit anderen Menschen aus den unterschiedlichsten sozialen Schichten haben mich schon immer fasziniert und meine offene Grundhaltung gestärkt. Hier ist mir besonders ein Satz meiner Eltern im Ohr geblieben: „Man kann grundsätzlich mit jedem Menschen klarkommen, wenn man ihn annimmt, wie er ist.“

Natürlich waren und sind meine Eltern Unterstützer und Vorbild zugleich, wenn es um die ausdauernde Erfüllung von freiwillig eingegangen Verpflichtungen geht: „Wenn du etwas tust, dann mache es richtig!“, lautet die Devise.

So begann nach der eigenen Erstkommunion in Maria-Hilf neben der Messdiener- auch meine „Gesangskarriere“ im damaligen Kinderchor von Bachrain, dem ich seit 1979 stets treu geblieben bin. In den Kinderjahren musste mich meine ebenfalls sangesfreudige Mutter zwar hin und wieder zum Besuch der Probe motivieren, mit den ersten Solistenrollen wurde die eigene Motivation immer größer und ich war vom Chorgesang endgültig begeistert. Ich freue mich jetzt auch schon wieder auf die nächsten Chorproben nach der Pandemie. Singen ist momentan ein gefährliches Hobby, wer hätte das jemals gedacht.

Ab dem Jahr 1978 begann ich das Fußballspielen in der E-Jugend des TSV Bachrain. Dort blieb ich solange aktiv, bis im Jahr 1985 der Wechsel zum TSV Künzell erfolgte, wo ich noch ein Jahr B-Jugend, ein Jahr A-Jugend und ein Jahr Junioren bzw. 3. Mannschaft spielen konnte. Knieverletzungen verhinderten eine weitere aktive Zeit. Nach langer Pause fand ich in der Bambini-Zeit meines Sohnes Leon wieder stärkeren Bezug zum Fußball und wurde als Betreuer und Trainer der Kindermannschaften in den Jahren 2006 bis 2011 beim TSV Künzell erneut aktives Mitglied.

Mit dem Hutzelfeuer im Jahr 1987 kam ich dank meiner Freunde erstmals näher in Kontakt mit der Freiwilligen Feuerwehr von Künzell. Schnell wurde ich dort nach Erlangung des Grundlehrganges im Jahr 1988 Jugendgruppenleiter, Mitglied des Festausschusses und kurz darauf 2. Vorsitzender des Vereines. In diesem Vorstand war ich bis 2013 insgesamt über 20 Jahre tätig. Bis heute bin ich aktives Mitglied der Einsatzabteilung von Künzell-Bachrain, wobei die Anwesenheit bei den Übungen und Einsätzen derzeit etwas zu wünschen übriglässt – mea culpa! Der umfassende Einblick in das Feuerwehrwesen hilft mir in der Ausübung meines Amtes.

Ebenfalls im Jahr 1987 tanzte ich zum ersten Mal selbst beim Dreireihentanz der Kirmes Künzell mit. Bis 1992 fand keine Kirmes in Künzell ohne mich statt. In den Jahren 1991 und 1992 agierte ich sogar als Ploatzknecht. Ausrichter und Erhalter der Tradition war damals der Rhönklub von Künzell, bei dem ich seit über 25 Jahren passives Mitglied bin. Erst später gründete sich ein Kirmesverein, in dem nun meine Kinder aktiv mitwirken.

Nachdem ich meine Frau mit karnevalistischem Blut kennenlernte, ergaben sich die ersten Berührungspunkte mit dem Geselligkeitsverein von Künzell. Dort bin ich mittlerweile seit ebenfalls über 25 Jahren passives Mitglied. Aktiv eingestiegen in das Karnevalstreiben bin ich mit der Gruppe „Krüschbiddel“, einer Abordnung des ehemaligen Männerchores des Liederkranz Künzell, welche im Jahr 1993 gegründet wurde und ca. 10 Jahre auf den Bühnen in und um Künzell zu finden war. Seitdem stand ich hin und wieder auch selbst als Aktiver bei den Fremdensitzungen auf der Bühne des GVK. Unsere komplette Familie ist mittlerweile sehr aktiv in das Vereinsleben eingebunden.

Neben dem oben genannten Vereinsgeschehen blicke ich auf weitere Aktivitäten zurück, die mich persönlich in meiner Entwicklung gefördert haben:

So möchte ich mein Engagement in der Kirchengemeinde St. Antonius in Künzell nennen. Mit dem Eintritt in die Schola im Jahr 1997 begann mein Mitwirken in der musikalischen Gestaltung diverser Gottesdienste. Eine Periode war ich darüber hinaus gewähltes Mitglied im Verwaltungsrat unserer Kirchengemeinde (2006 – 2011). Im Familienkreis St. Bonifatius treffen wir uns außerdem regelmäßig mit 7 Familien zu unterschiedlichen Anlässen.

Im beruflichen Bereich gehörte ich dem ehrenamtlichen Prüfungsausschuss der IHK für Bankkaufleute von 2004 bis 2014 an. Nach der Ernennung zum Filialleiter bei der HypoVereinsbank Fulda suchte ich den Kontakt zu den Wirtschaftsjunioren der IHK Fulda und besuchte von 2005 bis 2011 regelmäßig die dort angebotenen Veranstaltungen.

Doch kommen wir nun zu den für das Amt des Bürgermeisters wichtigen Aktivitäten und Erfahrungen in der Kommunalpolitik: Ab dem Jahr 2001 bin ich nach Werbung durch den damaligen Bürgermeister Herrmann Brück aktiv in die Gemeindepolitik eingestiegen und zur Überraschung vieler direkt zum Gemeindevertreter gewählt worden. Neben der Mitgliedschaft im Bau-, Umwelt- und Siedlungsausschuss in der 1. Wahlperiode übernahm ich später auch Verantwortung in der Partei. Nach einer Zeit als 1. Vorsitzender des CDU-Ortsverbandes Künzell-Bachrain wurde ich im Jahr 2013 zum 1. Vorsitzenden des CDU-Gemeindeverbandes Künzell gewählt. Vor der letzten Bürgermeisterwahl bin ich nach 14 Jahren zwangsläufig aus der Partei ausgetreten und habe die parteilose Ausübung des Bürgermeisteramtes rückblickend als sehr zielführend kennengelernt.

Verpflichtet fühle ich mich ausschließlich meinen Wählerinnen und Wählern. Abhängigkeiten zu einzelnen Gruppen bzw. Parteien bestehen nicht. Auf alle Parteien zuzugehen und in Einzelfällen Kompromisse einzugehen, ist für sinnvolle, mehrheitsfähige Beschlüsse dennoch notwendig.

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